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Pakistan und Benetton PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Andreas Clementi   
Sonntag, 12. Oktober 2008

Pakistan und Benetton

 

Spuren der Globalisierung im Straßenbild Bozens

BZ·

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Bozen hat ein Problem. Auf der linken Seite der Drususbrücke Richtung Verdiplatz ist das Gefängnis zu 120% mit meist illegal Eingewanderten überbelegt und direkt gegenüber auf der rechten Seite gibt es in der Quästur von Bozen jeden Tag mehrer Asylanträge von meist pakistanischen und marokkanischen Einwanderern.Während sich unter den Lauben Geschäfte großer Konzerne wie Benetton, Douglas, Footlocker und andere breitmachen und die kleineren Betriebe langsam langsam verdrängen.Auf dem Weg von der Drususbrücke Richtung Laubengasse findet man vor allem aufder rechten Seite der Marconistraße kleine Lebensmittelläden mit hauptsächlichorientalischen Lebensmitteln, Kebabverkäufer und natürlich gibt es einInternetcafe, wo die Männer billig in das Weit entfernte Heimatland zu ihrenFamilien telefonieren können.

Bozen hat sich verändert. Diese abgedrängten kleinen Geschäfte bilden mit ihren Besitzern und den Kunden fast eine eigene Gemeinschaft. Diese „Parallelwelt“ ander viel befahrenen Durchzugsstraße hebt sich immer mehr von der glitzernden und bunten Laubengasse in der Fußgängerzone ab. Die Globalisierung verändertdas Stadtbild von Bozen. Die sozialen Unterschiede werden immer deutlicher und hinter den Leuchtreklamen der Laubengeschäfte verbirgt sich ein einziger Profitgedanke. Die Integration und der Schutz der kleineren Betriebe ist inBozen versäumt worden. Die Laubengasse wird immer mehr zur puren Einkaufsstraße, ohne dass Rücksicht auf die Geschichte und auf die historischen Bauten genommen wird, während dessen die kleinen Betriebe und vor alle die ausländischen Geschäfte an den Rand der Altstadt verdrängt werden, wo sie an einer Durchzugsstraße ihr Geschäft aufmachen müssen.

Dochwie kann man diese Ausländer in das Stadtbild Bozens integrieren, sodass siesich nicht zu einer eigenen Gemeinschaft zusammenschließen und sich völligabschotten? Und wie kann man ein Gleichgewicht zwischen der nicht zu stoppenden Globalisierung und dem antiken Stadtbild mit seinen kleinen Geschäftenschaffen? 

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 © AndreasClementi am 2008-10-12 um 09:37:17 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 12. Oktober 2008 )
 
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